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"Ein jeder hat ein Lied, das gar kein Lied ist:
es ist ein Vorgang des Singens, und wenn du singst, bist du, wo du bist."
(John Cage, Komponist)

Richtig? Falsch?

Richtig und falsch - das sind Begriffe, an die wir uns in der Musik gewöhnt haben. Was aber ist ein richtiger, was ein falscher Ton?

In der Improvisation, in der die Musik von Moment zu Moment, von Ton zu Ton, von Klang zu Klang aus dem Musizieren heraus entsteht, fallen die Maßstäbe für "richtig" und "falsch" weg - es gibt die Musik, die zu beurteilen wäre, ja noch gar nicht.

Ist dann alles richtig? Oder alles falsch? Oder gibt es andere, neue Maßstäbe?

Lilli Friedemann (1906 - 1991), Geigerin und Pionierin im Lehren von improvisierter Musik, sieht den Maßstab für das Richtige in der persönlichen Auffassung der Sängerin, des Musikers:

"In der Gruppenimprovisation tun wir nicht, was wir sollen, sondern das, was wir im Augenblick für richtig halten. Und etwas für richtig zu halten und richtig zu reagieren, das ist nicht leicht. Das ist ja keine absolute Freiheit, sondern das ist Konzentration. Ich bin nicht gehorsam, sondern ich gehe den Weg, den ich für richtig halte.

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